Eigenbluttherapie

ACP – Autologous Conditioned Plasma
PRP – Plateled-rich Plasma

Angiogenese

Der Ursprung aller Körperzellen (Haut, Knochen, Knorpel, Muskel, Nerven, innere Organe etc.) ist eine embryonale pluripotente Stammzelle - diese existieren nur während der Embryonalzeit. Später wandeln sie sich in adulte (erwachsene) Stammzellen um, die sich nur noch in festgelegte Gewebe differenzieren können.

Die Reparatur eines Gewebeschadens beginnt immer durch das Einsprossen neuer Blutgefäße (Angiogenese). Egal ob Knochenbruch, Meniskusschaden, Arthrose, Hautverletzung oder Muskelfaserriss, alle Gewebe reagieren identisch auf eine Schädigung. 

Durch die Reizung eines Gewebes wird dessen Durchblutung gefördert um die Angiogenese anzuregen. Im Blut zirkulieren neben adulten Stammzellen unterschiedliche Wachstumsfaktoren, ihr wichtigster Vertreter, die Platelet-derived growth factor (PDGF) ist in einer inaktiven Form insbesondere in den Blutplättchen (Thrombozyten) enthalten. Er wird durch Kontakt mit Bindegewebsoberflächen außerhalb der Blutbahn aktiviert.

Diese Faktoren sind im Wesentlichen für die körpereigenen Reparaturmechanismen und die Regeneration verantwortlich. Sie sind nur in einer sehr niedrigen Konzentration im Vollblut enthalten. Durch Zentrifugation des Blutes und Abtitrieren der Zellbestandteile verbleiben das Plasma und die Thrombozyten zurück. Durch die PRP-Technik kann die Konzentration der Wachstumsfaktoren um den Faktor 25 gegenüber dem Vollblut erhöht werden.

Anwendung

Durch ein spezielles Doppelkammer-Spritzensystem (Double Syringe) wird im ersten Schritt Blut aus einer Vene entnommen, Nach Herstellung des ACP wird dieses in die zweite Spritze des geschlossenen Systems aspiriert um dann steril an den Ort der Schädigung injiziert werden zu können. Das spezielle Herstellungsverfahren gewährleistet eine sterile Gewinnung und eine sterile Injektion der Wachstumsfaktoren und bietet so höchstmögliche Sicherheit.

Da es sich um körpereigene (autologe) Wachstumsfaktoren handelt, sind allergische Reaktionen und Nebenwirkungen ausgeschlossen. Es handelt sich also bei PRP nicht um eine medikamentöse Therapie, sondern um eine mit körpereigenen Wachstumsfaktoren stimulierte Zellregeneration.